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30.12.2009
Deutsche Wirtschaft für 2010 optimistisch
Viele Branchen erwarten Aufwärtstrend - Mittelstand vorsichtig.
Nach einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft sehen 27 von 44 befragten Wirtschaftsverbänden eine verbesserte Stimmung. Allerdings wird häufig noch mit Arbeitsplatz-Abbau gerechnet.
Die deutsche Wirtschaft blickt überwiegend hoffnungsvoll in das neue Jahr. Die meisten Wirtschaftsbranchen sehen nach der tiefsten Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik für 2010 einen Aufwärtstrend. "Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise ist nach wie vor nicht überwunden und wird auch im nächsten Jahr einige Branchen noch hart treffen", sagte der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Michael Hüther, bei der Vorstellung der IW-Verbandsumfrage. Insgesamt scheine aber das Gröbste überstanden. "Sollten die Erwartungen allerdings weiter einbrechen, werden viele Unternehmen nicht um einen Arbeitsplatzabbau herumkommen."
Nach der Umfrage gaben 27 der 44 befragten Wirtschaftsverbände an, dass sich die Stimmung gegenüber Ende 2008 verbessert habe. Sieben Branchen bezeichneten sie als unverändert. Zehn Verbände beurteilten ihre Lage schlechter als zum Vorjahreszeitpunkt. 27 Verbände hielten einen Arbeitsplatzabbau für unvermeidlich. Nur 16 Verbände rechneten mit konstanter Beschäftigung. Einzig die Lederindustrie gehe von steigender Beschäftigung aus.
Der Mittelstand hält die wirtschaftliche Erholung noch für sehr zerbrechlich. "Der Aufschwung steht auf Messers Schneide", sagt der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven.
Unterdessen hat die Wirtschaftskrise von Januar bis September 2009 riesige Löcher in öffentliche Haushalte gerissen. In den ersten drei Quartalen betrug das Finanzierungsdefizit bei Bund, Ländern, Kommunen 96,9 Milliarden Euro und war über fünf Mal so groß wie 2008, so das Statistische Bundesamt. Verursacht wurde das Minus durch sinkende Steuereinnahmen und Maßnahmen zur Bankenrettung.
Unterdessen sieht der Deutsche Städtetag die Konjunkturprogramme positiv. Für 2009 zeichne sich bei Kommunen ein deutlicher Zuwachs an Investitionen um fünf Prozent ab. Die Mittel fließen vor allem an Schulen, Kindertagesstätten und Krankenhäuser zur Modernisierung. Für kommunale Investitionen stehen 13,3 Milliarden Euro von Bund, Ländern, Gemeinden bereit. Die meisten Projekte werden 2010 fertig.
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